Es gibt Orte, die man besser nicht betritt. Das Anwesen der von Bergens war so ein Ort – abgesperrt, bewacht, abgebrannt. Und doch führte der einzige Weg nach vorne genau hinein. Was die Gruppe dort fand, war mehr als Ruinen. Es war die Geschichte eines Mannes, der zu weit gegangen war – und am Ende […]
Kapitel XXI – Brennende Häuser
Suzail, die Hauptstadt Cormyrs – Krone am Dragonmere, Sitz der Obarskyr-Könige und Heimat der Purpurnen Drachen. Eine Stadt, die Stabilität verkörpert und deren breite Alleen und ordentlichen Viertel seit Generationen als Zeichen von Sicherheit und königlicher Ordnung gelten. Aber in dieser Stadt brannten zu viele Häuser. Zuerst das Anwesen der von Bergens, jetzt das von […]
Kapitel XX – Die Kapelle unter der Stadt
Es gibt eine bestimmte Art von Stille, die man in Kellern findet, die schon länger bewohnt werden als sie sein sollten. Nicht die Stille von Verlassenheit – sondern die Stille von etwas, das auf etwas wartet. Irgendwann hatten die Gänge und Kammern tief unter Suzail aufgehört, nach bloßer Kanalisation auszusehen. Was einmal ein Abwasserdurchgang gewesen […]
Kapitel XIX – Abschied, Kröten und brennende Häuser
Es gibt Tage, die eine Ära beenden. Diese hier tat es zweimal, innerhalb derselben Nacht. Die Kupferpfanne Das Gasthaus zur Kupferpfanne war, gemessen an dem, was dort passierte, ein vollkommen ungeeigneter Ort für einen Abschied. Zu laut, zu voll, zu sehr nach Bier und gebratenen Zwiebeln. Und trotzdem – oder vielleicht genau deswegen – war […]
Kapitel XVIII – Unter Bindels
Die Kanalisation unterscheidet nicht. Sie riecht gleich, ob Kultisten oder Helden durch sie waten – nach stagnierendem Wasser, Schimmel und Dingen, die man lieber nicht benennt. Dass die Gruppe an diesem Morgen bei der Wache des Purpurnen Drachen begann und am Abend tiefer unter der Stadt stand als je zuvor, war kein Zufall. Es war […]
Kapitel XVII – Shar, Ratten und ein Dolch im Herzen
Es war eine Session, die mit einem Kind begann, das wegrennt, und mit einem Tunnel unter der Stadt endete. Dazwischen: Shar-Kleriker, ein verschrobener Zauberer auf einer endlosen Treppe, Bruce nackt auf einem Altar, und ein Rattenmeer in einem Kneipenkeller. Die Drachentöter von Cormyr machten sich das Leben auf bemerkenswert vielfältige Weise schwer. Felia und die […]
Kapitel XVI – Schwarzes Wasser
Suzail hatte sich verändert. Die Militärpräsenz war das Erste, was auffiel – mehr Wachen, mehr Uniformen, mehr von dem gedämpften Lärm, der entsteht, wenn eine Stadt auf etwas wartet. Das Gasthaus bei Selawa war gut, die Zimmer warm, die Betten weich. Die Gruppe ruhte sich aus. Dann gingen sie in die Altstadt. Einkäufe und erste […]
Kapitel XV – Das Ende des Dolches
Der Dolch hatte Reltis verändert. Nicht viel – so hatten sie es sich gesagt. Nicht wirklich. Aber dann schnitt er sich in die Hand an einem fremden Altar, sprach Worte in einer Sprache, die niemand kannte, und ließ sich nicht aufhalten. Nicht von Halguin. Nicht von sich selbst. Und als er zu Boden ging, umklammert […]
Kapitel XIV – Der Dolch und die Tiefe
Es war kein guter Dolch. Das war offensichtlich. Er lag auf dem Boden im Golemraum, neben einem zerbrochenen Spiegel und einem kaputten Beschwörungskreis, und strahlte eine Aura aus, die jedem vernünftigen Menschen gesagt hätte: Lass das liegen. Reltis hob ihn auf. Und legte ihn nicht mehr weg. Lolths Gebet und der Fleischgolem Capri öffnete eine […]
Kapitel XIII – Splitter der Spinnengöttin
Der Hof sprach noch. In der Nacht mit Kratzen, Schritten und einem Knall, den Capri hörte und für den niemand sonst aufwachen wollte. Am Morgen mit Schleifspuren, die in eine magische Hecke führten, die nachwuchs, sobald man sie schnitt. Der Hof war nicht verlassen. Er war nur sehr still geworden. Die Nacht und die Spuren […]
Kapitel XII – Der Hof der Vergessenen
Manchmal braucht eine Geschichte eine ruhige Session. Einen Atemzug zwischen Demilichen und dem nächsten Abgrund. Session 14 war das – und dann war es das doch nicht ganz. Ein verlassener Hof, zwanzig tote Goblins, Spinnen hinter einer Tür, und ein Amulett mit einem Pfotenabdruck. Es hört nie wirklich auf. Mabiques Geschenke und Bruce‘ neues Charisma […]
Kapitel XI – Der Schädel aus der Truhe
Das Phylakterium – das Amulett, das ein junger Mann namens Falile aus seinem eigenen Körper herausgewürgt hatte – steckte in Capris Tasche. Es gehörte einer Demilichwho. Es musste zerstört werden. Das war der Plan. Pläne halten selten bis zur Stadtgrenze. Carolin Silversword, zweite Begegnung Kaum hatten sie Immersea hinter sich gelassen, pfiffen Bolzen durch die […]
Kapitel X – Die Katze, das Amulett und der Spiegel
Halguin schwamm in einem Meer aus Weiß. Kein Horizont, kein Boden, kein Himmel – nur Weiß in alle Richtungen, ohne Anfang und ohne Ende. Er konnte darin zaubern. Das war immerhin etwas. Die anderen reisten mit dem Boot nach Immersea und spielten magische Spiele, angelten Seebarsch, lasen Gedichtbände. Das war das Seltsame an dieser Gruppe: […]
Kapitel IX – Niemand kehrt zurück
Es hatte Momente in dieser Reise gegeben, die schwer zu vergessen waren. Der Wraith im Keller. Der Vampir, der sich in Gas auflöste. Eldryn, der starb ohne Aufhebens. Aber Niemand, der verschwunden war – das hatte sich anders angefühlt. Stiller. Anhaltender. Und dann, an diesem Dezembertag, stand er plötzlich wieder da. Die Höhle Die Kampfzone […]
Kapitel VIII – Der Hullackwald ruft
Drei Spielabende. Ein Wald, der lebte wie ein Wesen. Ein Fjord, der tiefer wurde, als er sein sollte. Und ein Hund, der verschwand – und damit für einen Moment alles zum Stillstand brachte. SESSION 8 – 20. Oktober 2024 Passierschein und Aufbruch Das Gasthaus „Fünf Faire Fische“ hatte die Gruppe für eine zweite Nacht beherbergt. […]
Kapitel VII – Neue Ufer, alte Lügen
Die Insel hatte sie nicht freiwillig gehen lassen. Aber sie gingen trotzdem. Aufbruch unter Feuer Mit versiegeltem Tornister – Buch mit Zähnen, Verträge, Beweise für eine Verschwörung, die Cormyr erschüttern konnte – rannte die Gruppe zum Strand. Fallen wurden umgangen, der Atem angehalten. Dann, als sie fast am Ufer waren: ein Boot. Ein einzelner Mann, […]
Kapitel VI – Was die Toten hinterlassen
Der Sieg über den bösen Priester hatte seinen Preis. Nicht jeden Preis zahlt man in Blut beim Kampf – manche Rechnungen kommen danach, still und endgültig. Abschied von Eldryn Eldryn Dawnhammer, Paladin, Gefährte seit dem ersten Abend im „Alten Mann“ zu Wegesruh, war stärker verwundet gewesen, als irgendwer geahnt hatte. Sein Herz hatte aufgehört zu […]
Kapitel V – Tiefer als die Dunkelheit
Es gibt Türen, die man besser geschlossen lässt. Diese war es nicht – denn hinter ihr wartete Alyssa, und die Gruppe hatte keine Wahl. Die Tür und ihre Tücken Die Tür vom Vortag öffnete sich, aber nicht ohne Widerstand. Die Treppe dahinter war glitschig wie Eis – Eldryn und Helena rutschten hinein, bevor jemand warnen […]
Kapitel IV – Die Festung der Toten
Die Insel hatte ihnen keine Zeit gelassen zum Durchatmen. Der Sand des Kiesstrands klebte noch an ihren Stiefeln, als klar wurde: Wer auch immer bei dem Kampf entkommen war, würde Verstärkung holen. Die Gruppe konnte nicht warten. Aufbruch ins Innere Sie plünderten das Nötigste von den Gefallenen, legten die Leichen mit einer gewissen Würde zur […]
Kapitel III – Über Land und Wasser
Die Welt um Arabel war keine friedliche mehr. Der Krieg hatte seine Narben hinterlassen – in den zerstörten Straßen der Stadt, in den misstrauischen Blicken der Wachen, in den leeren Sätteln an den Posten. Und irgendwo da draußen, auf einem Boot, das sich im Morgendunst verlor, verschwand eine junge Frau, die nichts anderes getan hatte, […]
Kapitel II – Schatten über dem Rennweg
Das Rennen war kein bloßer Wettkampf mehr. Was als fröhliche Veranstaltung zu Ehren des verstorbenen Königs begonnen hatte, warf mit jedem Hufschlag dunklere Schatten. Jemand – oder etwas – bewegte sich parallel zu den Reitern, unsichtbar und kalt wie ein Messer in der Nacht. Das letzte Gespräch mit einem Zeugen Während Reltis auf dem Rennweg […]
Kapitel I – Das Fest zu Wegesruh
Es war Spätfrühling, als die Welt noch nach frischem Gras und dem Versprechen warmer Tage roch – und als sich die Wege von vier sehr unterschiedlichen Seelen das erste Mal kreuzten. Nicht durch Zufall, wie es im Nachhinein scheinen mochte, sondern durch jenes unsichtbare Band, das das Schicksal manchmal um die Hände der Auserwählten schlingt. […]
